Exot

Dienstag 21.02.2012. Kurz davor.

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Eigentlich wollte ich heute schon vor einer Stunde damit beginnen das aufzuschreiben was sich bei meinem Besuch an diesem Dienstag so alles ereignet hat. Aber kaum hatte ich mich vor dem PC versammelt, klingelte das Telefon. Es war mal wieder Caroline, die mich darüber in Kenntnis setzte, wie sich die „Liebesgeschichte“ ihrer Freundin seit neuestem darstellt. Nachdem ich das wusste, wurden von uns fast alle denkbaren Möglichkeiten durchgespielt, wie er sich verhalten wird, wie sie darauf reagiert, wie sie besser darauf reagieren sollte, usw. Das liest sich wirr, aber genau so wirr geht es zwischen den zwei zu. Oder ist das das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen.

Nun sitze ich wieder vor dem Bildschirm, und mein Blick schweift nach rechts ab wo meine Augen von einem Bild Carolines gefangen genommen werden. Diese Fotografie, sogar mit einer liebevollen Widmung ihrerseits, hat sie mir vor einigen Monaten geschenkt, damit ich mich in der Zeit ohne sie nicht so einsam fühle. Das hat sie damals gesagt und sich fest an meinen Körper gedrückt. Für mich immer wieder eine schöne Erinnerung. Nun aber wieder zurück in die Gegenwart.

Auch wenn ich über Besuche bei Caroline in den letzten drei Wochen nichts geschrieben habe, weil da das Thema Escort an der Reihe war, haben diese wöchentlichen Besuche stattgefunden. Jedes Mal hatte ich das Vergnügen für meine Süße das Abendessen für sie und auch für mich einkaufen gehen zu dürfen. Das fing dann so an; Martin ich lade dich ein, aber du musst mir das Geld vorstrecken, ich zahle es dir bei deinem nächsten Besuch zurück. Was war dann beim nächsten Mal, Caro hatte es vergessen und ich habe sie dann während der Dauer meines Besuches mit Fräulein Alzheimer angeredet. Das hielt sie jedoch nicht ab mit mir wieder das gleiche Spiel zu spielen, mit einem Unterschied dass ich ihr wieder das Geld für unser gemeinsames Abendessen leihen durfte, aber dafür eine monetäre Entschädigung versprochen bekam.

Am späten Sonntagabend als sie mir eine gute Nacht und schöne Träume wünschte, versprach sie mir hoch und heilig, dass sie am Dienstag ihre Schulden mit samt den Zinsen begleichen werde. Ich möge sie doch am Montag zuhause anrufen und ihr mitteilen was sie mir schuldet. Das habe ich dann auch getan, wobei ich die von ihr angebotene finanzielle Vergütung herausgerechnet hatte, denn ich wollte ja nichts daran verdienen. Caro ist ein redlicher Mensch, deshalb hat sie sofort den vereinbarten Zinsbetrag dazugezählt und mir versichert, sie werde daran denken. Denn ich hatte so meine Bedenken

Zur üblichen Zeit am Dienstag, übrigens die anderen Besuche bei meiner Schönen haben nicht an einem Dienstag sondern an anderen Tagen stattgefunden, stand ich vor der Abschlusstür der Wohnung in der Caro ihrer Tätigkeit als Prostituierte nachgeht. Ich habe geklingelt und nach der üblichen Wartezeit wurde mir geöffnet, indes nicht von Caro und auch nicht von Paula oder einer der anderen mir bekannten SDL, sondern von einer neuen Mitarbeiterin.

Dass sie ihre ersten Schritte im Pay-6 unternimmt, wusste ich, weil sie in einer Anzeige im Netz als Anfängerin angepriesen wird. Meine Caro hält ja bekanntlich nichts vom Internet und besonders von den ganzen Freierforen überhaupt nichts, aber trotzdem möchte sie informiert werden wenn irgendwo etwas Neues über sie oder ihre Kolleginnen geschrieben steht. Da ist es dann wohl nahe liegend, wenn ich mir auch regelmäßig die Homepage der Wohnung ansehe. So aus dem Gefühl und auch der Erkenntnis heraus dazu zu gehören. Erkannt hatte ich sie anhand der veröffentlichten Fotos, die von Paula selbst in einem der Verrichtungszimmer aufgenommen wurden. Es ist der Raum den Caro und ich das türkische Zimmer getauft haben.

Als ich das erste Mal von Caro erfuhr wer die Fotos gemacht hat, habe ich selbstverständlich bei der nächsten Gelegenheit Paula meinen Glückwunsch ausgesprochen. Denn sie fotografiert die Mädels nicht einfach seelenlos ab, ihre Bilder zusammen mit einem zurückhaltenden Text laden ein zu kommen. Davon dass sie eine Künstlerin sei, wollte sie nichts wissen. Sie würde nur das machen, was sie kann und nicht mehr. Es ginge ihr nur darum, dass die Männer die anhand der Bilder in die Wohnung kommen, die Mädchen auch wieder erkennen. Sie findet es im höchsten Maße unmöglich als Betreiberin eines Puffs, mit geschönten oder Fotos aus vergangener Jugendzeit der DL zu werben. Das würden ihr schon der Anstand und die Achtung vor den Besuchern ihres Etablissements verbieten. Die Bilder von Caro sind zwar nicht von Paula, sondern von einem professionellen Fotografen. Auch ihr würde nie in den Sinn kommen Freier mit wahrheitswidrigen Fotos in die Wohnung zu locken. So etwas gehört sich einfach nicht, auch in unserem Gewerbe sollte es möglichst reell zugehen, meinte sie damals.

Dieses Mal verzichtete ich darauf, den unwissenden Neuling zu spielen. Ich stellte nur beiläufig fest, dass Caro wohl noch mit einem Gast beschäftigt ist und machte mich auf Richtung Wartezimmer. Dann bist du wohl der Martin, ließ sie sich vernehmen. Der bin ich, beantwortete ich ihre Frage. Dann soll ich dir sagen, dass Caroline noch einen Moment braucht, sie ist gleich bei dir, was darf ich dir anbieten? Da hätte ich gerne ein Glas Veuve Clicquot von 2002, gab ich mich weltmännisch. Sie ging tatsächlich hinter die Bar und fand natürlich diesen Champagner nicht und etwas ratlos bot sie mir einen Wein an. Genau zu diesem Zeitpunkt erschien Caro auf der Bildfläche. Dein Gast hätte gerne ein Glas Veuve Clicquot von 2002, so etwas haben wir aber nicht wenn ich recht sehe, wurde Caro über meine angebliche Vorliebe in Kenntnis gesetzt. Mein Schatz unterzog der Flaschenbatterie einer kurzen Musterung und bemerkte Paula habe vergessen Nachschub in Pikkolos zu besorgen, ob nicht die Kollegin so nett ist, kurz in den Supermarkt zu gehen um ein paar Flaschen zu kaufen, sie würde ihr das Geld dafür aus Paulas Wohnungshaushaltskasse geben. Das wollte ich nun nicht, dass wegen mir solche Umstände gemacht werden, aber gegen Caro hatte ich keine Chance.

Die Kollegin war kaum aus der Tür hinaus um den Sekt zu besorgen, als Caro mich bat ich möge doch bitte in unser gewohntes Zimmer gehen, sie würde gleich nachkommen. Ich tat es, entledigte mich meiner Kleidung und legte meinen wöchentlichen Beitrag zu ihrem Haushaltsgeld vermindert um meine für sie getätigten Auslagen auf den Tisch. Auf dem Weg zum Bad kam sie mit einem Geldschein in der Hand angetänzelt. Caro, dass ist zuwenig, für einen so geringen Betrag kann ich dich nicht verwöhnen, machte ich einen Witz. Worauf sie lächelnd darauf bestand, dass sie mich weit mehr verwöhnt als ich sie. Damit war nun wieder ich nicht einverstanden und hielt ihr meine Leistungen an ihr vor. So ging es das nun hin und her bis wir uns einig waren, dass wir uns beide gegenseitig im gleichen Maß verwöhnen. Weil wir uns lieben, setzte sie den Schlusspunkt.

Caro die sich während unseres liebevollen Disputs nackt ausgezogen hatte, musste nun dringend ihrem Flüssigkeitskonsum Tribut zollen und ging ins Bad. Nicht ohne mir zu bedeuten, dass ich ihr folgen soll. Nicht weil sie unbedingt möchte, das ich da was ganz besonderes zu sehen bekomme, sondern weil niemand in der Wohnung etwas davon mitbekommen darf was sie für ihre Freundin medientechnisch leistet. Da ist das Bad gewissermaßen abhörsicher. Ich habe keine Ahnung, wie das bei anderen Frauen ist, aber Caro öffnet sehr oft den Wasserhahn am Handwaschbecken und so fließt Wasser in das eine Becken und es fließt Wasser in das andere Becken. Und während die Wässer fließen und auch noch danach werde in darüber informiert was sich zwischen den zweien neues ereignet hat. So auch an diesem Tag.

Eines war aber anders, denn bevor wir wieder das Bad verließen machte sie sich an dem Schrank mit den Handtüchern zu schaffen und förderte auch da einen Geldschein ans Licht. Du hast äußerst seltsame Methoden dein Geld aufzubewahren, genau wie meine Großmutter, kommentierte ich die Situation, die war auch ein Fan von solchen Verstecken.

Daraufhin wurde ich von Caro über einiges aufgeklärt, dass ich zwar zum Teil schon wusste, aber nicht auf ihr Verhalten bezogen hatte. Nämlich das System der getrennten Geldbeutel, ein Beutel für die im Laufe des Tages erzielten Einnahmen und einer für die privaten Bedürfnisse den Tag über. Weil sie nicht dabei ertappt werden wollte, wenn sie aus ihrer eigenen Börse Geld für einen Gast entnimmt, hatte sie bei Dienstbeginn heimlich einen Schein im Bad deponiert. Dummerweise hätten es zwei sein sollen und genauso dummerweise war danach das Zimmer zu dem das Bad gehört laufend von ihren Kolleginnen belegt. Sie habe gehofft, dass wenn ich komme die zwei anderen Damen mit einem Gast beschäftigt sind. Dann wäre das Procedere keine große Sache gewesen. So aber war nur die eine auf einem Zimmer und die andere nicht. Da kam ihr gerade mein gelinde gesagt seltsames Verhalten recht und die glückliche Tatsache, dass tatsächlich die Pikkolos ausgegangen waren. Denn so hatte sie einen Anlass ihre Kollegin zum einkaufen zu schicken. Wenn Paula verhindert ist, spielt sie die Oberglucke.

Nachdem sie mir das erklärt hatte, befand sie das es Zeit sei, dass sie von mir ihre wöchentlichen Streicheleinheiten erhält und streckte sich auf der Liegestatt aus. Ich machte keine Anstalten mit der gewünschten Behandlung zu beginnen, sondern blieb weiter vor dem Bett stehen und weidete mich am Anblick von Caroline. Wie sie da nackt und voller Erwartung vor mir lag, ihre langen braunen Haare umschmeichelten ihren Kopf und ihre Augen sahen mich sehnsuchtsvoll an. Da konnte ich nicht anders, ich musste ihr mal wieder sagen was für eine schöne Frau sie ist. An diesem Dienstag war ich freilich nicht der Erste mit dieser Feststellung, denn Caro bedankte sich zwar für das Kompliment und erzählte mir dass auch die neue Kollegin, die die einkaufen war, zu ihr gesagt habe, dass sie eine wunderschöne Frau ist.

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