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    #16
    Liebe Angänger der schlagenden Zunft!

    Stichwahl in Nürnberg. Und Uma ist auch da. Lauter stichhaltige Gründe (siehe Vorbericht). Also nichts wie hin in die Passionfactory …

    Gruß
    Raul

    +++

    Prost Prostata!

    ‚Q‘ wie Qual kommt im Alphabet vor ‚W’ wie Wahl. Sicherheitshalber beschloss ich, es am Sonntag genau andersrum zu halten. Erst Wahl, dann Qual. Nach erfolgter Stimmabgabe saß ich noch ein paar Minuten mit einigen anderen Frühwählern im benachbarten Café, ehe ich mich mit dem Frühstück für Uma gemütlich in Richtung Passionfactory aufmachte.

    Rechtzeitig gesund

    Die Sonne lachte vom Himmel, ich war bester Laune und Frau Dr. Sadote offensichtlich auch, als sie mir die Tür öffnete: Rechtzeitig vor unserem Treffen hatte sie die Nachwehen ihres Kurzurlaubs überstanden. Ihren Schilderungen zufolge saßen im Flieger zurück nach München ausnahmslos Menschen, die Bakterien und Viren verteilten: Was wohl dem so nicht erwartbaren Schietwetter auf den Kanaren geschuldet war.

    Fusswärmer

    Wir sprachen über Goldbarren, Tierarztbehandlungen und Elektromobilität, ehe es zum ersten Mal aufs Bett ging. Die Schwierigkeit bestand in der Folge darin, die gefesselten Arme soweit zu koordinieren, dass die Herrin mit der Fußmassage zufrieden war. Ich meine, ich versah meine Aufgabe ganz gut, denn mit viel Zungenspiel und warmem Atem konnte ich ihr zartes, etwas unterkühltes Fußwerk auf Temperatur bringen.

    Gewichtszunahme

    Meine Betriebstemperatur stieg wenig später ebenfalls kräftig. Eingehakt in die Hängevorrichtung der Deckenwinde und auf ganzer Länge gestreckt wurde ich vorne und unten mit Gewichten beschwert. ‚Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, es steigt der Schmerz, es sinkt die Gier‘. Der so Gepeinigte blickte mit geweiteten Augen ins fröhliche Gesicht der Foltermeisterin, die dem wippenden Gehänge zwischen den Beinen mit strammen Schlägen auf den Hintern weiteren Schwung verlieh. Wenn sich Uma mata-hari-gleich um das geschundene Objekt windet und ihren Körper anpresst, nimmt die kurzzeitig pausierende Lust wieder Fahrt auf. Liegt diese Femme fatale auf dem Strafbock vis-à-vis und stochert mit ihren bestrumpften Beinen in die Weichteile des Gegenübers, ist bald wieder alles im Gleichgewicht. In diesem Wechselspiel verlieren sich Raum und Zeit.

    Frisch gezapft

    Vielleicht führte meine eskalierende Atemfrequenz zu einem Einsehen der Zeremonienmeisterin: Behutsam pflückte sie mich vom Baum der Erkenntnis, ließ mich am Bett verschnaufen und reichte mir ein Getränk, das sie praktischer Weise aus eigenen Beständen hervorzauberte. Ich nahm dankend an. Es hat große Vorteile, dachte ich mir, dass MANN mit Uma an der Seite immer was zu trinken dabei hat! Damit aber genug der Wohltaten.

    Stichqual

    Laut Stundenplan stand heute eine besondere Prüfung an: Größere Nadeln oben, mehrere kleinere Nadeln unten. Ich war nach der Behandlung vom letzten Mal noch vollkommen geplättet, wie rückstandsfrei Perforationen der Papilla Mammae verlaufen. Da war am nächsten Tag definitiv nichts mehr zu sehen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Frau vom Fach agierte derart umsichtig, dass selbst das Scrotum nach Entfernen der drei Nadeln keinerlei Spuren aufwies. Besser kann es die erfahrenste Piercerin nicht machen. Schön mit anzusehen, wieviel Freude es Uma bereitet, wenn die Spitze ins Fleisch taucht. Das mildert den Schmerz, der sich unweigerlich ausbreitet. Geschmückt mit fünf Metall-Accessoires im Leib ging es an die zweite Stimmabgabe an diesem Tag.

    Erdbeben

    Ich hatte Frau Dr. Sadote gebeten, auf Facesitting zu verzichten, und stattdessen Atemreduktion auf die mir liebste Art und Weise zu praktizieren: Mehrere Lagen Nylon über Mund und Nase. In Verbindung mit den nun einsetzenden Maschinensalven der sicherste Weg, mich in meinen Gefühlen ertrinken zu lassen: Die Massagepistole hämmerte minutenlang auf höchster Frequenz, der Atem raste, die Nadeln vibrierten, der Dopaminspiegel stieg, das Denken verabschiedete sich, der Körper bebte und am Ende versah die Prostata ihren treuen Dienst. Gut, dass es sie gibt: Die Prostata und die Uma!

    Kommentar


      #17

      Für alle, die es härter mögen:

      10tes Passionfactory-Treffen mit Fr. Dr. Uma Sadote, der Ärztin, die Leiden schafft!

      Gruß
      Raul

      +++

      Orthokeratologie

      Domina und ausgebildete Ärztin. Eine Traumkombi, nicht nur in der Schmerztherapie. Irgendwann in der Session lachte sie über eine besondere Ungeschicklichkeit, die mit meiner Sehschwäche zu tun hatte. Ihr Ratschlag: Nachtlinsen. Interessant für alle, die im Kontakt mit der schlagenden Zunft aus Vorsichtsgründen auf die gewohnte Brille verzichten und Kontaktlinsen eher lästig finden. Supertipp und ein echter Mehrwert einer Session, die es in sich hatte.

      Shiny legs

      Empfangen wurde ich wie immer mit einem strahlenden Lächeln. Uma ist nie schlecht gelaunt, und ich meine, nach zehn Studioterminen mit einer gewissen Expertise aufwarten zu können. Schon an der Tür wies sie mich auf ihr schimmerndes, hochtransparentes Beinkleid hin. ‚Fühl mal‘, forderte sie mich auf. ‚Richtig scharf, oder?‘ Ich stand noch im Türstock und schon stand auch was anderes. Vor lauter scharfen Strümpfen vergaß ich das Gebäck im Treppenhaus und folgte ihr sabbernd - in ein unbekanntes Zimmer.

      Raum-Zeit-Kontinuum

      Wieviel Räumlichkeiten hat dieses Studio denn noch? Über zwanzig Mal war ich hier, und der Laden überrascht mich jedes Mal aufs Neue. Letzthin durfte ich den Kerker erkunden,

      (siehe ‚Mit Ruby an Gleis 6’ -> https://www.ladies-forum.de/forum/regionale-foren/bayern/1859183-domina-ruby-june-it%E2%80%98s-tooltime )

      diesmal den ‚Blauen Salon‘. Eine in schummrig blauem Licht gehaltene Folterkammer, die mit wenigen Handgriffen in eine Ringkampfarena verwandelt werden kann. Davon zeugten die Matten, die an den Wänden standen. Einen kurzen Moment dachte ich mir, Uma wird mich doch nicht aufs Kreuz legen? Wenige Wochen zuvor hatte die in diesem Studio ebenfalls tätige Sophia Mirabilis auf ihrem Instakanal Bilder gepostet, die auf Uma als Trainingspartnerin hindeuteten. Dass solch ein Spektakel heute stattfinden würde, dagegen sprachen allerdings die schwindelerregend hohen Haken von Frau Doktor. Ich brachte das Thema sicherheitshalber nicht zur Sprache.

      Bildergalerie auf Haut

      Wir setzten uns an den Tisch. Erwartungsfroher Blick in meine Richtung. ‚Und? Hast Du mir denn heute nichts zum Essen mitgebracht?‘. Mir entglitten die Gesichtszüge. Ich stotterte irgendetwas von ‚Doch, selbstverständlich, hab ich draußen im Treppenhaus auf der Fensterbank liegen lassen‘. Schallendes Gelächter von Frau Dr. Sadote und ehe ich mich versah, sprang sie mit einem ‚Ich hab Hunger‘ auf und stöckelte zur Tür raus. Eine unverhoffte Gelegenheit für den Fetischisten, ihre Kunstwerke am Rücken zu bewundern. Es gibt Tattoos und Tattoos. Umas Tattoos sind wahre Meisterwerke.

      Bunt - Bunter - Uma

      Mit einem Mozzarella- Baguette zwischen den Zähnen kam sie nach kurzer Zeit zurück. Wir waren im Austausch über mögliche Folgeaktivitäten in München, als mein Blick plötzlich auf ihre Fußnägel fiel. Durch die hellen Nylons fiel ein neongrüner Schimmer. Uma spielt mit ihren Farben wie kaum eine andere.
      Es ist ein einziger Jammer, dass ihre Schönheit auf ihren Fotos nicht einmal ansatzweise zur Geltung kommt.

      Nylons make the world go round

      Ein paar Bissen später wurde ich ins Bad gebeten und fand mich nach Rückkunft auf dem Boden ein. ‚Lehn‘ Dich mit dem Rücken ans Bett‘, befahl sie mir. Die Arme wurden rechts und links fixiert. An mein frei zugängliches Gehänge wurde ein stabiles Seil angebracht, die Enden mit einem Seilzug verbunden, das sich praktischer Weise in der Nähe befand. Die Winde setzte sich in Bewegung. Es zog. Frau Doktor platzierte sich auf dem Bett hinter mir und klemmte mich zwischen ihre Oberschenkel ein. Knisternde Nylonerotik von allen Seiten. Haut ohne Ende. Klammergriffe um meinen Körper herum auf der Jagd nach den blossgelegten Nippeln. Ein feingesetztes, präzises Nagelspiel, das tagelang nachhallen sollte. Die Ärztin versteht ihr Handwerk. Und: In solchen Momenten läuft meine Latte zur Höchstform auf.

      Kreislauf

      Um nicht frühzeitig auszulaufen, ging es daher rasch auf den Strafbock. Schläge links, Schläge rechts. Peitsche oben, Peitsche unten. Als ich wieder entfesselt wurde, war mein Kreislauf im Eimer. Ich vermute, eine Folge der dramatisch hohen Temperaturen an diesem Tag. Ich schleppte mich aufs Bett in freudiger Erwartung all der Erfrischungsgetränke, die gereicht werden würden.

      Es hat trotz allem nichts so recht geholfen. Mein Fortpflanzungsorgan blieb pelzig. Nicht mal die die geliebte Massagepistole konnte daran etwas ändern.

      Wir feierten unser Jubiläum im Anschluss trotzdem bei einem festlichen Gespräch in trauter Zweisamkeit.

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